Entdeckt: mit enerBiO in Hannover

Für diejenigen unter euch, die mir bei Instagram folgen, ist es sicher keine Neuigkeit mehr, für alle anderen schon: Vor ein paar Wochen wurde ich von Rossman zu einem Blogger Event nach Hannover eingeladen, wo Rossmann seine Bio-Eigenmarke enerBiO vorstellte. Es wurde lecker und vor allem sehr gesund gegessen, viel über nachhaltige Lebensmittel diskutiert und viele neue Kontakte geknüpft. So richtig wahrgenommen hatte ich enerBiO bisher noch nicht, vielleicht auch, weil die Verpackungen eher unauffällig gestaltet sind und ich meistens genau weiß, was ich kaufen will, wenn ich eine Drogerie betrete, und dann schnell wieder aus dem Laden heraus bin. Dabei gibt es die Marke schon seit 2003 und umfasst mehr als 340 Produkte.

Jetzt fragt ihr euch vielleicht, was denn schere leim papier mit Lebensmitteln zu tun hat. Auf Instagram habt ihr vielleicht schon entdeckt, dass mich das Thema Nachhaltigkeit nicht nur in Bezug auf Materialien und Einrichtung beschäftigt, sondern auch, wenn es um meine Ernährung geht. Gesunde Lebensmittel,  die uns fit durch den Tag bringen und nicht nach einer Stunde schon wieder ein leeres Gefühl im Magen hinterlassen, die frei von chemischen Zusatzstoffen sind, meinem Körper gut tun und nur einen möglichst kurzen Transport-Weg hinter sich haben, sind auch für mich ein wichtiger Bestandteil meiner Ernährung, aber leider noch viel zu selten. Vielleicht werde ich nach diesem Event jetzt häufiger darauf achten, was ich da eigentlich esse und was da so für Zutaten drin sind. Zum Beispiel habe ich gelernt, dass ich, wenn ich Soja-Milch kaufe, nur die Bio-Variante wählen sollte, um sicher zu gehen, dass keine unnötigen Zusatzstoffe mit drin sind.

Am Vorabend des Events haben wir alle gemeinsam in der Berlepsch’s Kochschule ein dreigängiges Menu gezaubert. Hauptgang und Nachspeise waren leider nicht so wahnsinnig mein Ding (Für Quinoa-Burger bin ich glaub nicht vegan genug), aber die Vorspeise, ein Antipasti-Tofu-Salat, war wirklich wahnsinnig lecker. Deswegen habe ich das Rezept für euch nochmal aufgeschrieben, den jedes selbstgemachte Gericht ist doch auch gleichzeitig ein kleines Do-it-yourself Projekt, oder?

Rezept Antipasti-Tofu-Salat

Zutaten für vier Personen:

  • 50 g getrocknete Tomaten
  • 5 EL Olivenöl
  • 100 g rote Linsen
  • 1 TL klare Gemüsebrühe (Pulver) in 300 ml heißem Wasser aufgelöst
  • 2 Packungen Tofu Natur
  • 4 EL Zitronensaft
  • 1 TL Senf
  • 1 EL Akazienhonig
  • Kräutermeersalz
  • 25 g Pinienkerne
  • Aufback-Baguette
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 g Zuckerschoten
  • 200 g Kirschtomaten
  • Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch klein schneiden, getrocknete Tomaten in Streifen schneiden. Alles zusammen mit 1 Esslöffel Olivenöl andünsten. Die Linsen mit der Gemüsebrühe kochen. Die Linsen brauchen etwa 10 min, bis sie gar sind, während des Kochens gelegentlich umrühren. Dann die Linsen auf einen Teller geben und abkühlen lassen. Die Zuckerschoten putzen und halbiert etwa 1-2 min in kochendem Salzwasser blanchieren, dann werden sie abgeschreckt und mit den Linsen vermischt. Als nächstes werden die Kirschtomaten halbiert und der Tofu in Würfel geschnitten. Ihr könnt den Tofu auch räuchern oder bereits geräucherten Tofu verwenden, das schmeckt auch sehr lecker. Tomaten und Tofu werden untergemischt. Als Dressing verrührt ihr Zitronensaft, Senf, Honig und 4 EL Olivenöl. Das Dressing noch mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann kann es an den Salat gegeben werden. Zuletzt werden die Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne geröstet. Fertig. Schneidet das Baguette auf und serviert den Salat zusammen mit dem Baguette. Bon Appetit!

Die Nacht und den folgenden Tag des Events haben wir im Landhaus am See in Garbsen verbracht, wirklich eine tolle Location! Nachdem wir ein bisschen mehr über die Marke enerBiO und den bewussteren Umgang mit Nahrungsmitteln erfahren haben, konnten wir in verschiedenen Quizspielen herausfinden, wie gut wir uns mit den verschiedenen Bio-Siegeln auskennen und wie gut unser Geschmacks-, Geruchs- und Tastsinn funktionieren. Puh, was Bio-Siegel und deren genaue Bedeutung angeht, bin ich echt noch ziemlich unwissend. Dafür konnte ich mit verbundenen Augen alle Lebensmittel erraten, die ich nur durch Schmecken, Fühlen und Riechen untersuchen durfte.

Das echte Highlight des Tages war aber definitiv der Food-Fotographie-Workshop, in dem wir eine Menge darüber gelernt haben, wie sich Lebensmittel am besten vor der Kamera inszenieren lassen. Vielen Dank dafür an die Fotografin Maria Brinkop! Sie hatte so eine riesige Auswahl an Geschirr, Besteck, Accessoires dabei, da konnte man ganz schön neidisch werden. Insgesamt wäre es mir aber dann doch zu aufwendig, mein frisch gekochtes Essen erstmal so vorzubereiten, dass es sich optimal fotografieren lässt, dann wäre das Essen nämlich kalt. Deswegen überlasse ich die professionelle Food-Fotographie lieber den Food-Bloggern. Trotzdem habe ich wirklich einiges gelernt und viele Tipps bekommen, die nicht nur für die Food-Blogger unter euch interessant sein könnten.

Diese Tipps möchte ich mit euch teilen, ein paar habe ich von Maria bekommen, ein paar Dinge habe ich während meines Architektur-Studiums gelernt, von denen ich immer wieder merke, dass sie mir bei meinen Fotos weiterhelfen.

Hier sind meine Tipps für euch:

  • Maria empfahl mir, zuerst festzulegen, in welchem Format das Foto gemacht werden soll: Hochformat, Querformat, Quadratisch? Ich bin ein großer Freund vom Querformat, aber wenn ihr gerne quadratische Bilder bei Instagram postet, solltet ihr das für das Format im Hinterkopf behalten.
  • Beim Arrangieren der Lebensmittel oder einem anderen Stilleben, das ihr fotografieren möchtet, solltet ihr überlegen, aus welcher Perspektive ihr später fotografieren wollt. Wenn ihr das Arrangement von oben entwickelt, dann funktioniert das Bild auch nur von oben und sollte nochmal umkonzipiert werden, wenn ihr die Perspektive wechselt.
  • Weniger ist oft mehr: meist sieht es besser aus, wenn nicht zu viel „Gedöns“ um das eigentliche Motiv arrangiert wird
  • Ich finde, für ein gutes Bild sollte die Szenerie möglichst natürlich aussehen. Also so, als wäret ihr tatsächlich dabei, zu kochen/euer Frühstück zuzubereiten/ eine Stulle zu schmieren. Das lässt das Foto authentisch und dynamisch wirken. Also nicht das Besteck ordentlich neben den Teller legen, sondern ruhig schon mal ein bisschen Butter dran und einfach intuitiv platzieren.

  • mein persönlicher Tipp, nicht nur für Food-Fotographen: Überlegt euch ein Farbkonzept für euer Bild. Ich persönlich mag es, wenn es nur ein oder zwei Farben im Bild gibt, mit unterschiedlichen Abstufungen. Wenn ihr es bunter mögt, solltet ihr darauf achten, dass die Farben ein stimmiges Gesamtkonzept ergeben. Schaut euch zum Beispiel mal den Adobe Kuler an (einfach googlen), mit dem Farbrad könnt ihr nämlich ganz einfach Farbkombinationen erzeugen, die stimmig sind.
  • Wenn alles fertig arrangiert ist, macht ein paar Testfotos und prüft zwischendurch (am besten am PC) die Lichtverhältnisse und die Schärfe

Die Bilder von Müsli und Brotzeit sind beim Workshop entstanden. Es war wirklich eine tolle Zeit in Hannover! Vielen Dank dafür nochmal an das liebe Rossmann-Team, Maria Brinkop und all die anderen tollen Blogger, die ich kennen lernen durfte!

 

Foto-Credits: Kevin Münkel, Maria Brinkop, Luisa Ehlgötz

3 Kommentare

  1. Ich kaufe schon länger die Bio-Produkte bei Rossmann. Das liegt für mich auf dem Weg und ich kann Drogerie und Bioladen in einem kombinieren. Toller Bericht über deinen Workshop. LG Undine

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