Entdeckt: Marrakesch

Letztens durfte ich Tausend und eine Nacht in der Realität erleben, denn ich verbrachte ein paar Tage in der wunderschönen „roten Stadt“ Marrakesch. Faszinierend war für mich besonders die Medina, die Altstadt von Marrakesch. Sie verzaubert mit ihren schmalen und verwinkelten Gassen, wer hierher kommt, braucht Zeit, denn den richtigen Weg zu finden, ist nicht leicht. Am schönsten ist es, sich einfach treiben zu lassen und zu entdecken, ob kleine, geschäftige Handwerksstuben, einen versteckten Eingang zu einer der vielen Moscheen der Stadt oder eine der Teestuben, deren Dachterrassen wunderbare Ausblicke über die Stadt bieten.

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Liebhaber für Kunsthandwerk aus Holz oder Metall, feine Stoffwaren und Schmuck, für Handgemachtes aus Leder und noch unendlich viel mehr werden in den Souks, den Märkten in der Medina, fündig. Hier herrscht ein quirliges Treiben, Gerüche nach orientalischen Gewürzen vermischen sich mit denen der Straßenständen und Garküchen, Händler preisen lauthals ihre Ware an, es wird gefeilscht, schwer bepackte Eselskarren und knatternde Mopeds drängen sich durch das Gewühl. Wer hier nicht aufpasst und zu lange stehen bleibt um zu betrachten, den zieht schnell einer der geschäftigen Händler in seinen kleinen Ladenstand um ihm sein gesamtes Angebot zu offenbaren und zum Kauf zu überreden. Hier ist unbedingt Handelsgeschick von Nöten, denn der Einstiegspreis ist meist viel zu hoch. Ich habe beispielsweise für viele meiner gefundenen Schätze letzten Endes oft nur ein Drittel bezahlt. 

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Am besten wohnt es sich in Marrakesch in einem der liebevoll restaurierten Riads mitten in der Medina. Einige der ehemaligen Stadtpaläste wurden nämlich in Gästehäuser umgewandelt und verfügen häufig über Dachterrassen, die mit orientalischen Stoffen und Kissen, Baldachins und filigranen Dekorationen gestaltet das Dach in eine Oase der Ruhe und Entspannung verwandeln, fernab der quirligen Souks und Plätze.

Wäre es möglich gewesen, ich hätte kofferweise diese filigranen Laternen, Lampenschirme, bunte Teppiche, fein detaillierte Kommoden aus Holz mit nach Hause genommen. Doch auch mit kleinen Details lässt sich der orientalische Zauber ebenso in den eigenen vier Wänden spüren, ob mit einem kleinen maurischen Spiegel im Bad, ornamentalen Kerzenhaltern auf dem Balkon oder durch das Zelebrieren der arabischen Teekultur, zum Beispiel mit dem leckeren marokkanischen Minztee. Die Teezeremonie gibt es bei mir ab sofort jeden Tag! 

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3 Kommentare

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