DIY Küche renovieren – simple Tipps mit großer Wirkung

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DIY Küche neu gestalten: Auch eine Küche in einer Mietwohnung lässt sich mit einfachen Tricks aufwerten.

Alles neu macht der Mai – meine DIY Küche

Wer kennt es nicht: Da hat man das große Glück, endlich in der Traumstadt eine Mietwohnung zu finden, die zumindest halbwegs den eigenen Ansprüchen entspricht – doch leider erfüllt die Küche die Erwartungen überhaupt nicht.

Mit Küchen in Mietwohnungen ist so: Du kannst großes Glück haben und die Wohnung ist renoviert und mit einer halbwegs modernen Einbauküche ausgestattet. Du kannst weniger großes Glück haben und die Küche besteht lediglich aus einem Herd. Hier kannst du zumindest selbst kreativ werden und deine eigene Küche aus unterschiedlichen Elementen zusammenstellen. Oder du hast das Pech, dass es zwar eine Einbauküche gibt, die aber alles andere als schön ist und die du laut Mietvertrag auch nicht großartig verändern darfst. Tja, Ende Gelände, vorbei der Traum einer schönen Küche. Oder kann man da noch was machen?

So sah die Küche vorher aus

Meine Antwort ist: Da geht noch was! Nachdem ich letzten Spätsommer spontan meine Traumwohnung in Berlin Schöneberg gefunden hatte, hörte der Traum auf der Schwelle zur Küche leider auf. Nun, die Küche ist schon irgendwie ok, aber auch nicht viel mehr. Das Design ist in die Jahre gekommen und der grau/hellbeige gescheckte Linoleum-Boden ist auch nicht der Brüller.

In einer Mietwohnung lässt sich nicht wahnsinnig viel machen, wenn man etwas verändern will, vor allem, wenn man weiß, dass die Wohnung zwar für den derzeitigen Lebensabschnitt passt, aber für den nächsten vermutlich eher weniger. Mit welchen Tipps man dennoch das beste herausholen kann und was sich einfach und vor allem auch sehr günstig verändern lässt, zeige ich euch in diesem DIY Küche gestalten – Guide. Kleine Handgriffe, die viel bewirken, das war hier die Devise. Aber seht selbst!

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DIY Küche gestalten – meine 6 Tipps

1. Unansehnliche Böden kaschieren

Bodentechnisch habe ich in meiner Küche leider ziemlich ins Klo gegriffen. Ein einfacher, weiß gefliester Boden und ich wäre glücklich gewesen. Statt dessen habe ich einen seltsam gemusterten Linoleum Boden erwischt, hellbeige mit seltsamen grauen Schlieren, Juhu!

Natürlich lässt sich ein unschöner Boden auch austauschen, aber meist ist das zu viel Aufwand für eine Mietwohnung. Bei hässlichen Fliesen gibt es die Möglichkeit, den Boden mit einer geeigneten Farbe zu streichen, aber da macht der Vermieter nicht unbedingt mit.

Was also tun? Mir kam relativ schnell die simpelste aller Ideen: Leg doch was drüber! Also bin ich losgezogen und habe mir einen Teppich gekauft. Einen waschbaren, denn es kann ja mal etwas daneben gehen. Nun hatte ich aber unterschätzt, wie oft am Ende dann tatsächlich mal etwas daneben geht, sodass ich das gute Teil mehrmals wöchentlich hätte waschen müssen. Ok, vielleicht bin ich auch ein kleiner Dreckbär, aber in einer Küche beim Kochen darf, wie ich finde, auch mal etwas daneben gehen.

Vor wenigen Monaten habe ich dann endlich die perfekte Lösung gefunden: Vinylteppiche! Entdeckt habe ich die Lösung durch Janie. In ihrem kleinen, aber feinen Shop coclue bietet sie nämlich neben allerlei hübschen Fliesenaufklebern auch Vinylteppiche mit wunderschönen Fliesen-Designs an. Ich habe mich für diesen Läufer entschieden. Ich bin total verliebt in das Muster und fühle mich jetzt ein bisschen wie in einem italienischen Palazzo, wenn ich meine Nudeln mit Tomatensoße koche. Das Tolle ist: Wenn etwas von der Soße dann auf dem Teppich landet, dann lässt er sich ganz einfach abwischen.

Natürlich überdeckt der Vinylteppich den Boden nicht komplett – doch die Größe des Läufers reicht definitiv aus, um das Augenmerk von dem Linoleum-Boden auf das Fliesenmuster des Teppichs zu lenken.

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2. Austauschen, was sich abschrauben lässt

Wenn die Wohnung an den Vermieter zurückgegeben wird, dann sollte sich natürlich alles im ursprünglichen Zustand befinden. Für die Einbauküche gilt also, dass nur die Teile ausgetauscht oder entfernt werden sollten, die sich auch wieder zurück verändern lassen. Was sich schrauben lässt, kann leicht entfernt und samt der dazugehörigen Schrauben im Keller zwischengelagert werden.

Alte Dekorleisten entfernen

Für meine DIY Küche bedeutete dies: Weg mit den furchtbaren Dekorleisten aus Plastik! Der Kunststoff war bereits gelblich angelaufen und schrie danach, entfernt zu werden. Mit Hilfe eines Akkuschraubers war das Entfernen auch innerhalb weniger Minuten erledigt.

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Griffe austauschen durch DIY Ledergriffe

Genauso wie die Dekorleisten lassen sich auch Griffe meist einfach abschrauben. Natürlich hätte ich hier auch die Schranktüren komplett austauschen können, das war mir aber für eine Mietwohnung einfach zu kostenintensiv und mit einfachen weiße Fronten kann man auch nicht so viel falsch machen.

Ich habe also die Griffe abgeschraubt und durch selbstgemachte Griffe aus Leder ersetzt.

Ihr benötigt dazu lediglich Lederstreifen (ihr könnt das Leder als Gürtelband oder als Din A4 Bogen kaufen), die auf beiden Seiten mit einer Lochzange gelocht und dann mit passenden Schrauben in den bereits vorhandenen Löchern in den Fronten befestigt werden.

Die Umsetzung ist einfach, geht schnell, und kostet weitaus weniger als fertige Ledergriffe aus dem Handel.

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3. Sichtbar & Unsichtbar – gezielt verstauen

Es ist nun mal so: Nicht alle Dinge, die in der Küche zum Einsatz kommen, sind optische Knüller. Andererseits wirkt eine Küche erst richtig wohnlich, wenn ein paar offenstehende Gegenstände darauf hindeuten, dass hier gegessen, gekocht und gewohnt wird. Sonst wirkt das Setting klinisch steril und weniger einladend.

Deshalb mein Tipp: Schöne, ausgewählte Utensilien ausstellen, und alles andere, vor allem solche Dinge aus Kunststoff etc. in den Schränken verstauen.

Ich habe in meiner DIY Küche ein altes Vintage Regal an die Wand gehängt, das noch aus dem Haus meiner Großmutter stammt und dem ich vor ein paar Jahren mal mit etwas weißer Farbe ein Makeover gegeben hatte. Hier dürfen die ansehnlichsten meiner Küchenutensilien Platz nehmen.

Die unterschiedlichen, ausgewählten Utensilien, mit denen ich das Regal bestückt habe, wirken dabei mit ihren unterschiedlichen Farben wie ein großes Bild und sind dennoch in ihrem ganzheitlichen Farbkonzept stimmig & harmonieren miteinander.

Gleichzeitig belebt das Arrangement die Küche, ohne ein Gefühl von Chaos zu erzeugen.

Die Anleitung für die gesprenkelte Kanne findet ihr übrigens hier. Auch der Topf mit dem Bast ist selbstgemacht, hier gibt es den Artikel dazu.

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4. Probiers mal mit Wohnlichkeit: einen DIY Essplatz installieren

Wenn es der Platz zulässt, dann empfehle ich unbedingt, in jeder Küche einen kleinen Essplatz zu installieren. Vor allem, wenn Besuch da ist, ist die Küche der kommunikativste Ort in der Wohnung überhaupt. Und ist es nicht schön, wenn man beim Kochen noch etwas Gesellschaft haben kann, die am Küchentisch sitzt und Kaffee trinkt?

Auch hier muss nicht viel Geld in die Hand genommen werden: Ich habe mir einen kleinen Esstisch aus einem Gestell und einer passenden Platte aus Holz selbst zusammengebaut. Wer selbst aktiv wird, der kann sich seinen Tisch auch ganz individuell an den vorhandenen Platz anpassen. Denn die Küche sollte ja schließlich trotzdem noch ausreichend Bewegungsfläche bieten.

Das dreibeinige Gestell habe ich bei Sostrene Grene gefunden, was es leider nicht mehr gibt. Im Baumarkt findet ihr aber auch für wenig Geld einfache Tischfüße aus Stahlrohr.

Die Platte für euren Tisch könnt ihr euch ganz einfach beim Zuschnitt im Baumarkt in eurer gewünschten Größe lassen. Das Holz solltet ihr allerdings mit mindestens zwei Schichten Klarlack schützen, damit ihr es unkompliziert abwischen könnt.

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5. Einheitliche Textilien wählen

Auch dieser Tipp ist ganz simpel: Mit hochwertigen Textilien, die mit einem einheitlichen Farbkonzept daher kommen, lässt sich optisch viel ausrichten. Zu Studienzeiten hatte ich einen riesigen Haufen unterschiedlicher Geschirrtücher: das eine von meiner Mutter stibitzt, das andere ein Geschenk von der Mutter meines Freundes, das nächste vom Grabbeltisch beim Möbeltisch und so weiter. Natürlich war das ein echtes Chaos und wirkte alles andere als stimmig. Darum habe ich nun in ein einheitliches Set investiert, was gleich optisch viel mehr Ruhe in die Einrichtung bringt.

Ich habe mich dabei für hochwertige Textilien in weichen, zurückhaltende Erdtönen entschieden, die mit den anderen Farbtönen in der DIY Küche harmonieren und nicht zu aufdringlich wirken.

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6. Nützliche Dinge gibt es auch ohne Plastik

Wenn man beim Möbelschweden mit dem Einkaufswagen durch die SB-Hallen wandert, springen sie einem förmlichen entgegen: Die günstigen Küchenartikel aus Plastik, die vor allem eines sind: Günstig. Das Design kommt da gerne mal zu kurz. Dabei gibt es Produkte zum Spülen und Aufbewahren auch in einer weitaus hübscheren Variante, ohne gleich wesentlich teurer zu sein. Statt des Abtropfgestells aus Plastik ist die Version aus Metall vielleicht ein paar Euro teuer, macht aber optisch viel mehr her. Spülbürsten beispielsweise gibt es auch aus Holz und auch Spültücher dürfen aus Baumwolle statt aus Kunststoff sein.

Und natürlich sind Utensilien aus Materialien wie Holz oder Baumwolle um einiges nachhaltiger als solche aus Plastik.

Auch lohnt es sich, ab und an um die Ecke zu denken: Ein hübscher Blumentopf funktioniert auch super als Utensilo für die Spülutensilien und macht optisch viel mehr her als das, was man sonst so in den Regalen in der Küchenabteilung findet.

Das waren sie, meine Tipps, mit denen ihr mit wenig Aufwand und wenig Budget eure langweilige Mietküche in eine kleine Oase verzaubern könnt. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren?

Wenn ihr nach weiteren Inspirationen für eure Wohnungen sucht, dann schaut mal hier: DIY Einrichtung. Und wenn ihr in Zukunft keine neuen Projekte von mir verpassen wollt, dann folgt mir doch auf Facebook oder Instagram! Und kennt ihr eigentlich schon meinen YouTube Kanal?

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5 Kommentare

  1. Ich habe erst gedacht „So viel Wind um eine Küchengestaltung…“ aber inzwischen hat mich dein Beitrag echt zum Umdenken gebracht. Ich habe gerade eine neue (winzige) Küche bekommen und es macht Spaß, sie einheitlich einzurichten. Wo hast du denn die Textilien her? Ich finde nichts in diesen tollen Farben.

  2. Die Küche sieht echt super aus, ich bin richtig neidisch. Ich bin nun in meine erste eigene Wohnung gezogen und habe mir schon ein Einbauküche bestellt. Das offene Regal und die Farben finde ich super. Ich stehe voll auf Schwarz als kleinen Akzent.

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