Hocker-Upcycling mit Tafelfarbe

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Wer sagt, dass man Tafelfarbe nur zum Erstellen von beschreibbaren Oberflächen verwenden muss? Da geht noch mehr. Die dicke, pastose Farbe kann man prima verwenden, um beschädigten Möbelstücken eine neue, ebenmäßige Oberfläche zu verpassen, die sich zusätzlich aufgrund der Beschaffenheit der Farbe auch ganz besonders anfühlt. Ich habe auf diese Weise einem alten hölzernen Hocker wieder Leben eingehaucht. Mit ein bisschen Abschleifen war da nämlich nicht viel zu retten, die Sitzoberfläche hatte sehr unansehnliche, tiefe Furchen. Außerdem passte mir die Farbe des Holzes nicht so recht. Vielleicht geht es euch ähnlich wie mir: Ich besitze Möbel in zu vielen unterschiedlichen Holztönen. In diesem Fall tut es gut, einige neutrale Stücke zu haben, die sich leicht kombinieren lassen und für ein bisschen Ruhe sorgen. Deswegen habe ich beschlossen, zusätzlich zur Tafelfarbe noch weißen Lack für den Rest des Hockers zu verwenden, um ihn möglichst vielseitig als neutrales Gestaltungselement einsetzen zu können. Los gehts!  Favoriten

So sah der Hocker also vorher aus [1]. Damit die Farbe gut hält, habe ich ihn mit Schleifpapier und einem Schleifklotz ein wenig angeschliffen [2]. Um die Beine weiß zu streichen, empfiehlt es sich, den Hocker auf den Kopf zu drehen, dann kommt man prima überall mit dem Pinsel ran [3]. Dann wird gestrichen! Unbedingt die Farbe vorher gut umrühren. Außerdem empfehle ich euch, im Zweifelsfall immer einen größeren Topf Farbe zu besorgen, das ist zum einen im Vergleich günstiger als ein kleiner Topf, zum anderen kann man weiße Farbe ständig gut gebrauchen (auch zum Mischen zum Beispiel von Pastelltönen), da lohnt es sich, immer etwas da zu haben [4].

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Für eine gute Deckkraft tragt ihr die weiße Farbe mindestens zweimal auf, wartet aber nach jedem Anstrich, bis die Farbe vollständig getrocknet ist (ca. 12 h) [5]. Dann kommt die Tafelfarbe ins Spiel. Klebt mit etwas Malerkrepp im oberen Bereich der Hockerbeine in jeweils gleichem Abstand ein Stück ab [6]. Dann tragt ihr die Farbe kreuzweise auf. Auch hier sind wieder mindestens zwei Schichten Farbe notwendig. Vergesst auch nicht, die Unterseite der Sitzfläche zu streichen, zwar sieht man sie eher selten, aber wenn doch, dann sieht es natürlich viel schöner aus, wenn sie auch schwarz und nicht holzfarben ist [7]. Zuletzt entfernt ihr das Malerkrepp und lasst die Tafelfarbe gut trocknen. Fertig! [8]

5 Kommentare

  1. Das ist ja ein absolut überzeugendes Upcycling-Stückchen geworden, dein Hocker. Der sieht nun völlig anders und stylisch aus. Toll! Und dein Tipp, dass man immer genügend weiße Farbe im Haus haben soll … den kann ich nur bestätigen! 😀
    Herzlichst
    vonKarin

  2. Pingback: Upcycling Möbel: So lässt sich ein Hocker aufarbeiten | schereleimpapier

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